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Rituelles Spiel / Körpertheater in München und Athen

Eventdetails

  • Von: 17. January 2020
  • Bis: 19. January 2020
  • ab: 19:00 Uhr
  • bis: 15:30 Uhr

Adresse

  • Lichtsaal Grafing
  • Thomas-Mayr-Str. 4
  • 85567 Grafing
  • Germany
  • www.lichtsaal.jimdo.co

Rituelles Spiel / Körpertheater (Lutz Pickardt)

„Der liebende, offene Mensch spielt ohne Grund, er freut sich weil er Freude ist. Er ahmt den Tanz der Vögel nach und spannt wie sie seine Flügel auf. Er ist erfüllt vom Geist des Windes, des strömenden Wassers, des wärmenden Feuers, der nährenden Erde“ [frei nach Kabir].

Um diese Art von Spiel geht es auch im rituellen Spiel: Nicht die Aneignung von Techniken stehen hier im Vordergrund, sondern das Freilegen der eigenen Impulse und Potentiale in Verbindung mit der Gruppe. Alles gilt, nichts ist nebensächlich, die Dualität von „richtig“ oder „falsch“ ist außer Kraft gesetzt.

Als Grundlage der Arbeit dient ein Mythos, ein Märchen oder ein dramatischer Text.

Die ganze Welt der Gefühle, Träume und Fantasien ist darin aufgehoben und zeigt sich als Quelle immer wieder neu entstehender Formen: Mal sind wir Mensch, mal Tier, mal Pflanze oder einfach Luft oder Feuer. In Gruppenimprovisationen mit Körper und Stimme, mit Rhythmus und Raum kommen wir ‚archetypischen‘ Motiven auf die Spur: Den ‚Urbildern der Seele‘ bzw. Inhalten aus dem ‚kollektiven Unbewussten‘ (nach C.G. Jung)… Nicht selten entstehen hierdurch Bilder und Zeichen von großer theatralischer Kraft und Wirksamkeit.

Rituelles Spiel ist eine besondere Form des Körpertheaters, bei der es keine Zuschauer gibt – alle spielen zur gleichen Zeit. Nach einer intensiven Körperarbeit und vielen Übungen zur Wahrnehmung, Begegnung und Improvisation kommen die SpielerInnen mehr und mehr in einen Zustand der Selbstvergessenheit, den viele seit ihrer Kindheit nicht mehr erlebt haben.

Die Wurzeln des rituellen Spiels liegen in der Arbeit von Jerzy Grotowski, dem Living Theatre und dem Off-Off-Broadway Theatre. Es eignet sich im Besonderen für SchauspielerInnen oder TänzerInnen, die ihr Ausdrucksspektrum erweitern wollen, die einem Thema, Text oder Mythos auf den Grund gehen wollen – als auch für alle anderen Menschen, die die Lebendigkeit und Wildheit des freien Spiels fasziniert und die tiefe Erfahrung des Eingebunden sein in etwas Größeres Ganzes suchen: Das rituelle Spiel hat auch eine spirituelle Dimension.

  • 17.-19. Januar im Lichtsaal Grafing (bei München)
  • 08.-10. Mai in DELTA PI PRODUCTIONS & ARTS MANAGEMENT, Athen

Rahmenbedingungen Grafing (bei München)

  • Termin 17.-19. Januar im LichtsaalThomas-Mayr-Str. 4, 85567 Grafing
  • Zeiten Freitag 19.00-21.00 Uhr, Samstag 10:00 bis 21.00 Uhr, Sonntag 10.00 bis 15.30 Uhr
  • Teilnehmerbeitrag 180,- Euro bei Zahlung bis zum 31. Dezember, danach 210,- Euro. ALG II Bezieher und Studierende zahlen den ermäßigten Satz von 80,- bei Anmeldung bis zum 31. Dezember, danach 100,- Euro.
  • Unterkunft: Z.B. Gasthof Netterndorf, Zimmer ab 35,-/EZ. Evtl. auch privat, auf Spendenbasis (bitte nachfragen)

Rahmenbedingungen Athen

  • Termin 08.-10. Mai in DELTA PI PRODUCTIONS & ARTS MANAGEMENT, 12 Athinas Street, 10554 Athens, Greece (6th FL)
  • Zeiten Freitag 19.00-21.00 Uhr, Samstag 10:00 bis 18.00 Uhr, Sonntag 10.00 bis 15.00 Uhr
  • Teilnehmerbeitrag 120,- Euro bei Zahlung bis zum 10. April, danach 150,- Euro.
  • Unterkunft: zahlreiche Pensionen, Hotels oder AirBnB in Athen, bitte rechtzeitig buchen(!)

 

Leitung:  Lutz Pickardt, freiberuflicher Regisseur, Theaterpädagoge (BuT), Theatertherapeut (HIGW) und Roy Hart Voice Teacher (CAIRH)

Das Rítuelle Spiel erlernte ich Ende der 1980er Jahre bei Prof. Heinz Schlage und später bei Gandalf Lipinski, unterrichte es selbst seit 2001. Mit den Jahren habe ich eine ganz eigene Form daraus entwickelt, in die meine Forschungen zu offenen Spielsystemen (Renier Niens), Bildertheater, Contact Improvisation, der Roy Hart Voice Work etc. und die Erfahrungen zahlreicher Workshops in ganz Deutschland und Europa eingeflossen sind.