{"id":7782,"date":"2015-08-11T13:38:50","date_gmt":"2015-08-11T11:38:50","guid":{"rendered":"https:\/\/lutz-pickardt.de\/?p=7782"},"modified":"2023-09-22T03:10:46","modified_gmt":"2023-09-22T01:10:46","slug":"pressespiegel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lutz-pickardt.de\/en\/pressespiegel\/","title":{"rendered":"Press Releases"},"content":{"rendered":"<p>Press Releases<br \/>\n(ausgew\u00e4hlte Artikel)<\/p>\n<p>&#8216;Hexenwald und Zaubersocken&#8217; 1994<\/p>\n<p>&#8216;Lust auf Liebe&#8217; 1995<\/p>\n<p>&#8216;Wild Love&#8217; 2000<\/p>\n<p>&#8216;Mask over Bosnia&#8217; 2000<\/p>\n<p>&#8216;Lieb oder Stirb&#8217; 2000<\/p>\n<p>&#8216;Lebensrausch und Totentanz&#8217; 2001<\/p>\n<p>&#8216;Kinder der Nacht&#8217; 2001<\/p>\n<p>&#8216;Jenny&#8217; 2001<\/p>\n<p>&#8216;Rap &#8216;o Mania &#8211; eine Rap-Side-Story&#8217; 2002<\/p>\n<p>&#8216;ANGSTHASEN&#8217; 2002<\/p>\n<p>&#8216;Spiel auf Zeit&#8217; 2003<\/p>\n<p>&#8216;YASEMIN&#8217; 2004<\/p>\n<p>&#8216;Verr\u00fcckte Welten&#8217; 2004<\/p>\n<p>&#8216;Metamorphosen&#8217; 2006<\/p>\n<p>&#8216;Wege durchs Labyrinth&#8217; 2006<\/p>\n<p>&#8216;Bl\u00fcten im Moor des Vergessens&#8217; 2008<\/p>\n<p>&#8216;Die Verwandlung &#8211; Terror im Kopf&#8217; 2009<\/p>\n<p>&#8216;Flucht&#8217; &#8211; 2010<\/p>\n<p>&#8216;Hexenwald und Zaubersocken&#8217; &#8211; ein Projekt des Literaturb\u00fcro Unna mit Jutta Richter (Autorin), 1994<\/p>\n<p>&#8220;&#8230;\u00a0 &#8216;Hexenk\u00fcche, Hexenkessel, Hexentisch und Hexenkessel&#8230; Hexen hexen Kinder weg! Hexen essen Katzendreck!&#8217; &#8211;\u00a0 25 Kinder in der Liedbachschule stampfen im Rhythmus und schreien, was das Zeug h\u00e4lt&#8230; Theaterp\u00e4dagoge Lutz Pickardt will das Buch zum Leben erwecken. Mit Gef\u00fchlen, mit Energie, mit Stimmen und mit Rhythmus. Denn das alles steckt ja in den Geschichten drin&#8230; Das Wortabenteuer war ein voller Erfolg&#8230; Und die Kinder? Ihnen macht die neue Leseerfahrung ganz offensichtlich Spa\u00df..&#8221; [Hellweger Anzeiger 5.11.1994] zur\u00fcck zum Seitenanfang<\/p>\n<p>&#8216;Lust auf Liebe&#8217; &#8211; multikulturelles Jugendtheater mit Michael Machnik (Musik) im Werkhof Hohenlimburg, 1995<\/p>\n<p>&#8220;&#8230;bemerkenswert, was 23 Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen&#8230; auf die Werkhofb\u00fchne brachten. Unter dem Motto &#8216;Lust auf Liebe&#8217; hatten die Jugendlichen aus vier Nationen ein Theaterst\u00fcck aus dem Boden gestampft, das sich sehen lassen konnte&#8230;. Die Auff\u00fchrung hat sich zu einer richtigen Party entwickelt. Besucher und Akteure haben den Erfolg gemeinsam gefeiert.&#8221; [Westfalenpost 11.12.1995] zur\u00fcck zum Seitenanfang<\/p>\n<p>&#8216;Wild Love&#8217; &#8211; Theater meets Hip Hop mit Cora E (Heidelberg, Rap) in Kempen, 2000<\/p>\n<p>&#8220;&#8230;&#8217;Ich will nicht sein so wie ihr mich wollt&#8217; &#8211; dieser &#8216;Song&#8217; war Programm f\u00fcr den Workshop &#8216;Wild Love&#8217;&#8230; Romantik ist keinesfalls out. Nach einer Trennung h\u00f6rt man S\u00e4tze wie: ich vermisse seine Z\u00e4rtlichkeit, die gemeinsame Zukunft mit ihm&#8230; aber auch Fragen wie &#8216;kann man lieben und hassen zugleich?&#8217; Jedenfalls: Offenheit ist angesagt&#8230; Das l\u00e4sst hoffen auf eine doch gar nicht so gleichg\u00fcltige Jugend. Der heftige Beifall zeigte, dass der Nerv der Kids getroffen wurde.&#8221; [Westdeutsche Zeitung in Kempen, 11.04.2000] zur\u00fcck zum Seitenanfang<\/p>\n<p>&#8216;Mask over Bosnia&#8217; &#8211; Maskenperformance mit Jugendlichen aus Bosnien, Deutschland und den Niederlanden in Walberberg, 2000<\/p>\n<p>&#8220;Die Ergebnisse, die die Workshops vorzuzeigen hatten, waren erstaunlich&#8230; Vor dem Hintergrund der Kriegserfahrungen&#8230; kam allerdings dem St\u00fcck der Theatergruppe das gr\u00f6\u00dfte Gewicht zu: Mit entsetzlichen Fratzen als Masken zeigten die Jugendlichen in pantomimischen Bildern, wie sich aus Angst, Vorurteilen und Minderwertigkeitsgef\u00fchlen Hass und Aggression entwickeln k\u00f6nnen. Nur ein mutiges Experiment &#8211; der Schritt aufeinander zu &#8211; kann aus der Einsamkeit heraushelfen, verdeutlichte die Gruppe mit ihrem St\u00fcck &#8211; und erhielt daf\u00fcr gro\u00dfen Applaus von allen Anwesenden..&#8221; [General-Anzeiger 10.08.2000] zur\u00fcck zum Seitenanfang<\/p>\n<p>&#8216;Lieb oder Stirb&#8217; &#8211; eine generationen\u00fcberschreitende Inszenierung in Herten, 2000<\/p>\n<p>&#8220;Die tragische Geschichte um Liebe, Hass und Verzweiflung wurde durch &#8216;Romeo und Julia&#8217; von William Shakespeare inspiriert.\u00a0 Es wirkt jedoch nicht wie ein lauwarmer Aufguss alter Ideen, nein, es fesselt durch Aktualit\u00e4t, es zeigt den sinnlosen Hass und die sinnlose Gewalt gegen Ausl\u00e4nder&#8230; Die Spieler zeigten schauspielerische Leistungen der Spitzenklasse&#8230;&#8221; [WAZ 12.12.2000]<\/p>\n<p>&#8220;Die Hertener Darsteller im Alter von 8 bis 77 Jahren bearbeiteten eindrucksvoll den Romeo-und-Julia-Stoff und pr\u00e4sentierten in ihrem St\u00fcck verschiedene, generationenabh\u00e4ngige Sichtweisen \u00fcber Fremdenfeindlichkeit.&#8221; [RZ, 7.02.2001] zur\u00fcck zum Seitenanfang<\/p>\n<p>&#8216;Lebensrausch und Totentanz&#8217; &#8211; eine Tanz- und Theaterperformance in Waldkraiburg (bei M\u00fcnchen), 2001<\/p>\n<p>&#8220;Lutz Pickardt lie\u00df die M\u00e4dchen durch freie Assoziation, Bewegung und Fotografie der Erfahrung von Tod und Leben nachsp\u00fcren und b\u00fcndelte dies in einem eindrucksvollen Bewegungstheater&#8230; Scheinbar ohne Scheu, empfindsam und hochkonzentriert, spielten die M\u00e4dchen und erlebten so Religionsunterricht einmal ganz anders&#8230;&#8221; [Waldkraiburger Nachrichten 10.04.2001] zur\u00fcck zum Seitenanfang<\/p>\n<p>&#8216;Kinder der Nacht&#8217; &#8211; eine Inszenierung mit Krankenpflegesch\u00fcler\/innen in Witten, 2001<\/p>\n<p>&#8220;Ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Theaterprojekt fand am Donnerstagabend im Lukas-Zentrum seinen Abschluss. In &#8216;Kinder der Nacht&#8217; brachten zw\u00f6lf Pflegesch\u00fcler das Schicksal um zwei todkranke Patienten auf die B\u00fchne. \u00dcber 50 Minuten verbreitete das Ensemble um den Dortmunder Theaterp\u00e4dagogen Lutz Pickardt eine beklemmend realistische Atmosph\u00e4re. Die intensive Darstellung der Krankenpflegesch\u00fcler lie\u00df schnell vergessen, dass keine Profis auf der B\u00fchne standen. Als das Schicksal der beiden Hauptfiguren Anna und Franzi besiegelt war, schluchzte das Publikum gemeinsam mit den Laiendarstellern. F\u00fcr die au\u00dfergew\u00f6hnliche Leistung erntete das Team aus insgesamt 20 Sch\u00fclern tosenden Beifall der \u00fcber 100 G\u00e4ste im Lukas-Zentrum.&#8221; [WAZ 23.06.2001]&#8221;Tr\u00e4nen, Beifall und nat\u00fcrlich massenhaft Gratulationen bekamen die Laienschauspieler der Pflegeschule f\u00fcr &#8216;Kinder der Nacht&#8217; im Lukaszentrum. Ihre eindringliche Darstellung hatte voll \u00fcberzeugt&#8230; Hier steckt viel pers\u00f6nliches drin.&#8217; Als Alternative zum Unterricht\u00a0 in der Pflegeschule wurde das Theaterprojekt begeistert von allen Teilnehmern aufgenommen. Die \u00dcberlappung von Kunst und Realit\u00e4t hatte Pickardt besonders an dem Projekt gereizt&#8230;.&#8221; [Cocktail (WAZ,NRZ,WR,WP,IKZ) 29.06.2001] zur\u00fcck zum Seitenanfang<\/p>\n<p>&#8216;Jenny&#8217; oder: ein M\u00e4dchen wird erwachsen.\u00a0 &#8216;TraumTanzTheater&#8217; Herten 2001<\/p>\n<p>&#8220;Ein St\u00fcck Pubert\u00e4t lebensnah auf die B\u00fchne gebracht&#8230; Schnell war das Publikum von dem Geschehen auf der B\u00fchne gefesselt.. Jennys besorgte Mutter, die die Tochter mit ihrer Liebe fast erdr\u00fcckt, der Vater, der meint, sein Kind brauche eine starke Hand und schlie\u00dflich Jenny, die eigentlich nur ihre Ruhe will: Solche Situationen kennt wohl jeder, der mal in der Pubert\u00e4t war, und so entlockte die eine oder andere Szene so manchem Zuschauer ein wissendes L\u00e4cheln&#8230; Begeistert zeigte sich das Publikum vor allem von der Darstellung der liebenswerten Stadtstreicherin Betty, der Jenny auf der Reise zu sich selbst begegnet&#8230;&#8221; [WAZ 10.12.01]<\/p>\n<p>&#8220;&#8216;Abhauen, nur weg von hier&#8217; denkt Jenny, als 14j\u00e4hrige geplagt von verst\u00e4ndnislosen Eltern und Lehrern, von zickigen Freundinnen und der verlorenen ersten, gro\u00dfen Liebe&#8230; Jenny packt ihre Sachen und landet in Berlin auf der Stra\u00dfe, zwischen Obdachlosen, S\u00e4ufern und Drogenabh\u00e4ngigen und ger\u00e4t sp\u00e4ter dann gar in die F\u00e4nge einer Satanistensekte&#8230; Den Generationenkonflikt hat das &#8216;TraumTanzTheater&#8217; zum Thema gemacht. Die Schauspieler im Alter zwischen 14 und 78 Jahren brachten ihn lebensnah auf die B\u00fchne. Szenenapplaus war ihnen dabei sicher&#8230; Jenny, glaubw\u00fcrdig dargestellt von Jennifer Kant, findet dann doch ihren Weg: Stadtstreicherin Betty, die das Publikum mit Herz und Berliner Schnauze begeistert, hilft ihr beim Ausstieg aus der Sekte und gibt ihr f\u00fcr ihr weiteres Leben den entscheidenden Rat: &#8216;Frag nicht die Welt wie Du f\u00fchlen oder handeln sollst. Folge Deinem Herzen!'&#8221; [Hertener Allgemeine 11.12.01] zur\u00fcck zum Seitenanfang<\/p>\n<p>&#8216;Rap &#8216;o Mania &#8211; die Rap-Side-Story&#8217; &#8211; eine Musicalproduktion mit Gandhi Chahine, Herten 2002<\/p>\n<p>&#8220;Die Rap-Side-Story thematisiert soziale Unterschiede: W\u00e4hrend ihre Gegner eher aus der Mittelschicht kommen, lebt die &#8216;Underground Crew&#8217; praktisch im M\u00fcll&#8230; Rap total: Die Form des Musicals bot Raum f\u00fcr Schauspielerei und Rhythmus. &#8230; Mit Standing Ovations belohnten die Zuschauerinnen und Zuschauer das Engagement der jungen Darsteller, die nicht nur mit schauspielerischem, sondern auch mit musikalischem Talent \u00fcberzeugten:&#8221; [Hertener Allgemeine 25.09.02]<\/p>\n<p>&#8220;Die jungen Talente zeigten viel Temperament: Eine temporeiche Mischung aus William Shakespeares &#8216;Romeo und Jukia&#8217; und Leonard Bernsteins &#8216;West-Side-Story&#8217; brachten die jungen Schauspieler auf die B\u00fchne&#8230; 16 Jugendliche gl\u00e4nzten bei der Premiere des Rap-Musicals &#8216;Rap &#8216;o Mania&#8217;&#8230; Die meisten Darsteller feierten aber nicht nur mit dem Musical Premiere: Viele von ihnen standen zum ersten Mal auf der B\u00fchne. Mitrei\u00dfendes Temperament bewiesen die beiden Bandenf\u00fchrer, herzergreifend spielte das Liebespaar.\u00a0 Doch nicht nur das Publikum zeigte sich nach der Vorstellung begeistert: &#8216;Es war einfach super-super-gut&#8217; schw\u00e4rmt Sonat Mutlut&#8221; [WAZ 25.09.02] zur\u00fcck zum Seitenanfang<\/p>\n<p>&#8216;ANGSTHASEN&#8217; &#8211;\u00a0 &#8216;TraumTanzTheater&#8217; Herten 2002<\/p>\n<p>&#8220;&#8216;Angst&#8217; ist das Thema der neuen Produktion des TraumTanzTheaters&#8230; Schwarze Gestalten mit ausdruckslosen wei\u00dfen Masken schleichen zu mystischen Kl\u00e4ngen durchs Publikum. Die Stimmung ist beklommen. Theaterp\u00e4dagoge Lutz Pickardt und seine Assistentin Elke Br\u00fcdigam trafen mit ihrer Produktion &#8216;Angsthasen&#8217; in Schwarze.&#8221; [WAZ 05.11.02]<\/p>\n<p>&#8220;Aus Angst wird Theaterbegeisterung: Projekt wendet sich ernsten Themen zu und begeistert Laiendarsteller f\u00fcr die hohe B\u00fchnenkunst&#8230; Es ist ein Tag im Sommer. Auf der Wiese spielen Kinder, Frauen sonnen sich, ein Musiker spielt auf der Gitarre. Pl\u00f6tzlich ert\u00f6nt ein Gong, die Szene erstarrt: Eine Frau liest aktuelle Schlagzeilen \u00fcber Vergewaltigungsopfer vor. Dann wird es dunkel&#8230; Eins ist den Szenen fast immer gemeinsam: In einer normalen, fast fr\u00f6hlichen Alltagssituation entsteht ein Bruch, mal durch eine Aussage im Spiel, mal durch ein gezieltes Zeichen, das die Szene erstarren l\u00e4sst&#8230; &#8216;Selten haben Lachen und Weinen so nah beieinander gelegen&#8217; fand auch Brigitte Surmann, die die Gesamtleitung des Workshops hatte. Die 8j\u00e4hrige Luica Olk war begeistert vom Projekt. &#8216;Ich will Schauspielerin werden&#8217; sagte sie und f\u00fchlte sich auf der B\u00fchne in ihrem Element. Wie ein Profi meisterte sie die Szene, in der sie Patientin in einem Krankenhaus war: Als sie ihre Sachen schon f\u00fcr ihre Heimfahrt gepackt hatte, kam der schockierende Bruch:\u00a0 Diagnose Krebs&#8230; Zum Schluss allerdings wurde das Publikum nicht mit der Beklemmung entlassen: ein Lied (Musik: Michael Machnik) l\u00f6ste die Stimmung mit einem lebensmutigen Text wieder auf.&#8221; [Hertener Allgemeine 05.11.02]\u00a0 zur\u00fcck zum Seitenanfang<\/p>\n<p>&#8216;Spiel auf Zeit &#8211; die Rap-Side-Story&#8217; mit Gandhi Chahine, Witten 2003<\/p>\n<p>&#8220;Nach rund 75 Minuten ist die Show zu Ende &#8211; und das Publikum applaudiert begeistert. Beim abschlie\u00dfenden Titel &#8216;Spiel auf Zeit&#8217; gibt es f\u00fcr die Darsteller stehende Ovationen als Dank f\u00fcr eine Auff\u00fchrung, die nicht nur mitrei\u00dfend war, sondern auch nachdenklich gemacht hat. Die Arbeit hat sich gelohnt. Inszenierung und Musik k\u00f6nnen sich sehen bzw. h\u00f6ren lassen; Sandra, Farouk, Kira, A.J. und ihre Mitspieler und Rapper haben alles rausgelassen &#8211; ihre Rollen glaubhaft und einf\u00fchlsam r\u00fcbergebracht.&#8221; [Presseinformation der Stadt Witten 16.03.03]<\/p>\n<p>&#8220;In Bomberjacken und Springerstiefeln kommen sie durch den Zuschauerraum. &#8220;Ausl\u00e4nder raus&#8221;, schallt es ein Dutzend Mal durch den Wittener Saalbau. Dann werden Flugzettel verteilt, auf denen von einem &#8220;vollen Boot&#8221; die Rede ist und von &#8220;Sozialschmarotzern&#8221;. W\u00e4hrend Deutschland den Superstar suchte, probten zw\u00f6lf junge Leute in Witten ganz ohne \u00d6ffentlichkeit&#8230; Um vor der kritischen Zielgruppe zu bestehen, kommt es auf die &#8220;Street Credibility&#8221; an, die Authentizit\u00e4t des Gezeigten&#8230; Jugendsprache wirkt nicht abgeguckt und nachgesprochen, sondern geht den Darstellern ganz nat\u00fcrlich \u00fcber die Lippen&#8230; Dazu kommt die Wortakrobatik der gerappten Reime, die einfach Spa\u00df machen: &#8220;Wenn ich mir\u00b4n Kanak pack, verdr\u00fcck ich ihn wie\u00b4n Tictac&#8221;, rappt Anf\u00fchrerin Tina (Mandy Chahine), und die Chefin der anderen Gang (Aischa Moussa) kontert &#8220;Also Skinhead stepp nicht in meinen Sektor, sonst komm ich und fress dich wie Hannibal Lector.&#8221; [Westf\u00e4lische Rundschau 16.03.03]<\/p>\n<p>&#8220;Rap-Musical begeistert: Aufgerissenen M\u00fcndern folgt stehender Applaus. Stehend applaudierten \u00fcber 500 G\u00e4ste im Saalbau nach der Premiere von &#8216;Spiel auf Zeit&#8217;. Das Rap-Musical zeigt ungeschminkt das Schicksal einer jugendlichen Liebe zwischen Gang-Aktivit\u00e4t und Rassismus&#8230; Die unbequeme Liebesgeschichte zwischen dem Marokkaner Farouk (Martin Niewendiek) und der einsamen Sandra (Franziska Pluschke) geht in ihrer authentischen Inszenierung unter die Haut. Mit knallharten Worten werden jugendlicher Gruppenzwang, verzweifelte Identit\u00e4tssuche und schwere famili\u00e4re Hintergr\u00fcnde auf der B\u00fchne vorgef\u00fchrt.&#8221; [WAZ 17.03.03]<\/p>\n<p>&#8220;Das Rap-Musical &#8216;Spiel auf Zeit&#8217; von Lutz Pickardt und Gandhi Chahine (&#8220;Sons of Gastarbeita&#8221;) feierte&#8230; eine gelungene Premiere. 12 Jugendliche aus Witten und Umgebung boten dem Publikum eine \u00fcberzeugende schauspielerische, musikalische wie t\u00e4nzerische Umsetzung der Geschichte zweier verfeindeter Cliquen innerhalb der Hip-Hop Kultur. Die Laien-Schauspieler trafen mit der Story den Nerv des \u00fcberwiegend jungen Publikums, ihre Gef\u00fchle und Konflikte. Der Erfolg: Sie applaudierten stehend bis zum Abwinken.&#8221; [Ruhrnachrichten 17.03.03] zur\u00fcck zum Seitenanfang<\/p>\n<p>&#8216;YASEMIN&#8217; &#8211; Deutsch-T\u00fcrkisches Jugendtheater in der Jugendkirche TABGHA, Oberhausen 2004<\/p>\n<p>&#8220;Eine Liebe zwischen den Welten&#8221;: ein Theaterst\u00fcck, das scheinbar eine epische Trivialromanze verspricht. Tats\u00e4chlich spielt &#8220;Yasemin&#8221; mit einem Problem aus unserem Alltagsleben vor der Haust\u00fcr. Es ist die Geschichte von Jan (Robert Machulik) und Yasemin( Elif Bayazit). Ein t\u00fcrkisches M\u00e4dchen aus traditionellem Elternhaus, das sich bis \u00fcber beide Ohren in einen deutschen J\u00fcngling verliebt. Drei Monate hat sich eine junge Theater-Truppe mit 13 Nachwuchs-Mimen f\u00fcr genau diese Geschichte ins Zeug gelegt. Es gab begeisterte Ovation, &#8230;Im Laufe des St\u00fcckes wird klar, dass nicht unbedingt Profi-Schauspieler von N\u00f6ten sind, ein ansprechendes Theater zu gestalten. Es ist ein St\u00fcck, das seine gro\u00dfen Tr\u00fcmpfe aus seiner interaktiven Erz\u00e4hlweise zerrt. Diffuse Lichtspiele erhellen die Kirche. Mit dramatischer Musik unterlegte Zitate und historische Fakten erl\u00e4utern zu Beginn den N\u00e4hrboden f\u00fcr Vorurteile und skizzieren so, wie Angst vordem Fremden gesch\u00fcrt wird. Auch Bez\u00fcge zur Terror-Welle und der Irak-Krieg werden nicht ausgespart&#8230;.\u00a0 Regisseur Lutz Pickardt spielt mit den Vorurteilen, zeigt die &#8220;dummen Spr\u00fcche&#8221; aus dem Klassenzimmer. Die zickigen und verletzenden Worte aus der M\u00e4dchentoilette in der Diskothek &#8211; ohne zu zensieren. Lobenswert, auch weil das St\u00fcck zwischen den Zuschauern in den G\u00e4ngen lebendig wird&#8230;.&#8221; [WAZ Oberhausen 26.04.04]<\/p>\n<p>&#8220;Junge Deutsche und T\u00fcrken machen aus der Kluft zwischen den Kulturen Theater&#8230; Mit wenigen Requisiten und witzigen Ideen gew\u00e4hrte die Theatergruppe Einblicke in den Alltag der beiden Jugendlichen und stellte kulturelle Unterschiede heraus. Das Bewusstsein \u00fcber ihre unterschiedlichen Traditionen sch\u00e4rft sich schleichend, als sich Yasemin und Jan ihre Liebe gestehen. Es kommt zu Konfrontationen mit den Freunden und Familien der Beiden&#8230; Das M\u00e4dchen fl\u00fcchtet sich in Notl\u00fcgen, Jans Umfeld rei\u00dft derbe Spr\u00fcche&#8230;. In ihrem inneren Konflikt zwischen Familientradition und freier Selbstentfaltung gesteht Yasemin ihrem Vater die Beziehung zu Jan &#8211; und wird von ihrer Familie versto\u00dfen. Erst nach einem Selbstmordversuch des M\u00e4dchens wird Jan das Ausma\u00df der Unterschiede bewusst: &#8220;Ich verstehe dich nicht&#8221;,\u00a0 sagt er &#8211; und reicht ihr dennoch die Hand&#8230; Mit sehr \u00fcberzeugenden schauspielerischen Leistungen haben es die 13 Darsteller geschafft, ein brisantes weltpolitisches Thema jugendgerecht aufzubereiten&#8221; [NRZ Oberhausen 26.04.04] zur\u00fcck zum Seitenanfang<\/p>\n<p>&#8216;Verr\u00fcckte Welten&#8217; &#8211;\u00a0 &#8216;TraumTanzTheater&#8217; Herten 2004<\/p>\n<p>&#8220;Wenn blinde Kuh Beslan \u00fcberspielt: Was ist normal, was ist verr\u00fcckt? Die Frage stellten sich die Darsteller des &#8220;Traumtanztheaters&#8221;. Am Sonntag pr\u00e4sentierten sie im B\u00fcrgerhaus Herten ihr Theaterst\u00fcck &#8216;Verr\u00fcckte Welten&#8217; &#8230;. Das Publikum reagierte betroffen, das St\u00fcck regte aber auch zum Lachen an. F\u00fcr ihren schauspielerischen Einsatz erhielten die Darsteller im alter von 8 bis 48 Jahren und auch Musiker Michael Machnik (Klavier und Gitarre) viel Applaus &#8221; [WAZ 15.11.2004]<\/p>\n<p>&#8220;Verr\u00fcckt und richtig gut: Das TraumTanzTheater zeigt eine beachtliche Leistung&#8230; Gespannte Stille, befreites Gel\u00e4chter und viel Applaus belohnte die Darsteller, die mit &#8216;Verr\u00fcckte Welten&#8217; alles andere als seichte Unterhaltung boten&#8230; Was ist normal, was ist verr\u00fcckt..? Aufstehen, zur Arbeit fahren, nach Hause zur\u00fcck, fernsehen, schlafen, aufstehen, fr\u00fchst\u00fccken&#8230; Im Irak ist Krieg, in Russland werden Kinder zu Geiseln, hier spielen Kinder blinde Kuh. Alles normal, alles verr\u00fcckt? Die Beschreibung passt.\u00a0 Doch von au\u00dfen darf man sagen: Sie muss erg\u00e4nzt werden. Was die Laien leisten, ist wirklich gut. Die Identifikation mit den wechselnden Rollen funktioniert bestens&#8230; die Anleihen ans Bewegungstheater sind gekonnt. Das Publikum ist begeistert&#8230; &#8221; [Hertener Allgemeine 16.11.2004]\u00a0 zur\u00fcck zum Seitenanfang<\/p>\n<p>&#8216;Metamorphosen&#8217; &#8211; \u00fcber das Leben und den Tod. Theaterlabor Bochum, 2006<\/p>\n<p>&#8220;Das &#8220;Theaterlabor&#8221; zeigt &#8220;Metamorphosen&#8221;, eine intensive Studie \u00fcber Leben und Sterben in der Gymnasialkirche des Petrinums. Die B\u00fchne wurde zur Spiegelfl\u00e4che menschlicher Befindlichkeiten: Mit gr\u00fcnen OP-Hauben als Gesichtsmasken zu Beginn der Performance, im Altarraum und zwischen den Bankreihen inszenierten die sieben Darsteller und ein Musiker mit Leidenschaft und Spielfreude ihr Theaterexperiment &#8220;Metamorphosen&#8221;. Am Anfang der knapp einst\u00fcndigen Auff\u00fchrung stand das Sterben. Die langsame Aufl\u00f6sung, der allm\u00e4hliche Verlust der Sinne, das langsame Entfernen von K\u00f6rper und Seele aus der Gegenwart wurde in ruhigen, fast n\u00fcchternen Worten vorgetragen. &#8230; Die gro\u00dfe Liebe, der unendliche Entt\u00e4uschung folgt, die Sorge um die Existenz, Hoffnungen und Entt\u00e4uschung eines jungen Paares waren Momentaufnahmen des Spiels. Die Sprache blieb ein sparsam eingesetztes Stilmittel. Gestik und Bewegung, Mimik und stumme Erstarrung \u00fcbermittelten ausdrucksstark die entscheidenden Botschaften. Episodenhaft erz\u00e4hlt wurde von Augenblicken gr\u00f6\u00dften Gl\u00fcckes, von Trauer und von Ausweglosigkeit. Eine ebenso impulsive wie nachdenkliche Collage, die das Publikum sichtlich anr\u00fchrte&#8221; [WAZ Recklinghausen, 26. M\u00e4rz 2006 ]<\/p>\n<p>&#8220;Bei &#8216;Metamorphosen&#8217; f\u00e4llt einem eher das Werk des r\u00f6mischen Dichters Ovid ein, doch in dem St\u00fcck, das vom Theaterlabor Bochum am Wochenende gespielt wurde, geht es um viel mehr: n\u00e4mlich den ewigen Kreislauf des Lebens und des Todes&#8230;&#8230; Die Atmosph\u00e4re ist von Beginn an intim&#8230; Als das St\u00fcck mit der dem Bibelzitat &#8216;Alles hat seine Zeit&#8217; endet, sind die Zuschauer sehr bewegt. Sie m\u00fcssen erst mal den Stoff verarbeiten&#8230; ein grosses Lob geht an die Schauspieler, die die Rollen glaubhaft darstellten &#8221; [Marler Zeitung, 5.April 2006 ] zur\u00fcck zum Seitenanfang<\/p>\n<p>&#8216;Wege durchs Labyrinth. Theater Dionysos, 2006<\/p>\n<p>&#8220;Fragen ohne Antworten: Seniorentheaterprojekt feiert Premiere im Theater Marl. Laienschauspieler und Profis bringen sehenswerte Produktion auf die B\u00fchne [&#8230;] In zwei Bl\u00f6cke gegliedert veranschaulicht das St\u00fcck &#8216;Wege durchs Labyrinth&#8217; bei der Premiere im TM im ersten Teil professionell die Kindheit heutiger Senioren. Aufgewachsen im Krieg, geh\u00f6rte das Spielen zwischen den Tr\u00fcmmern, pl\u00f6tzlich unterbrochen von lautem Fliegeralarm zum kindlichen Alltag. Auch die Kapitulation vor den Alliierten mitsamt weisser Gardine &#8211; als Flagge umfunktioniert &#8211; ist erinnerte Lebenszeit. Verbunden durch eine Zeitreise, die per Beamer an die R\u00fcckwand der B\u00fchne projiziert wurde, f\u00e4ngt der zweite Block heutige Lebensbilder alter Menschen ein. Auf die B\u00fchne gebracht werden Themen wie Krankheit und Tod, aber auch die pl\u00f6tzliche Sinnleere bei Eintritt in das Rentenalter, die Verlorenheit ohne einen geregelten Arbeitsalltag. Das B\u00fchnenbild ist sp\u00e4rlich, auf dem Boden liegen lediglich ein paar helle Betonkl\u00f6tze, die je nach Bedarf Tr\u00fcmmer darstellen oder zu einem Bett oder Sofa umgebaut werden. Ansonsten ist alles schwarz. Ab und zu wird Musik eingespielt. &#8220;Wir haben versucht, der Innenwelt von \u00e4lteren Menschen auf die Spur zu kommen. Was ihre Tr\u00e4ume, ihre Sehns\u00fcchte und ihre Gedanken zum Sinn des Lebens sind&#8221;, so Pickardt bei der Premiere. Antworten solle sein St\u00fcck nicht geben, nur zum Denken anregen. &#8221; [WAZ, 09.12.2006]<\/p>\n<p>&#8220;Eng zusammengekauert hocken sie im Bunker. In ihrem Blicken spiegelt sich nackte Angst. Ohrenbet\u00e4ubender Sirenenl\u00e4rm vervollst\u00e4ndigt die bedr\u00fcckende Kriegsszenerie. Mitten in die ausweglose Situation eines Bombenangriffs wird der Zuschauer hineinkatapultiert. Keine leichte Kost bietet das Theaterst\u00fcck &#8216;Wege durchs Labyrinth&#8217;. [&#8230;] Doch nicht nur Krieg und Schrecken, auch die Liebe findet ihren Platz: Ein zartes Techtelmechtel in den Ruinen ist gleichermassen vertreten wie reifes Verliebtsein mit 70. Der Kreis schlie\u00dft sich am Ende des St\u00fcckes, an dem die elf Akteure das Publikum mit pers\u00f6nlichen Fragen verabschieden &#8221; [WAZ Vestival, 07.03.2007]<\/p>\n<p>&#8220;Die Medien zeichnen vom Altern kein schmeichelhaftes Bild: Alte leisten nichts mehr, finden sich kaum mehr zurecht, sind h\u00e4ufig krank. Das Theaterprojekt n\u00e4hert sich dem Thema auf ganz andere Weise: Was sind die Tr\u00e4ume, was sind die Sehns\u00fcchte der Alten? Was gibt Ihnen Kraft? Was hat ihr Leben und Denken gepr\u00e4gt, und worin sehen sie den Sinn ihres Lebens? [&#8230;] Gleich mehrere Szenen beleuchten die Kriegs- und Nachkriegszeit. Schl\u00fcsselerlebniss sind f\u00fcr viele Darsteller das Lauschen auf die Sirenen, die Luftangriffe ank\u00fcndigten, oder die Heimkehr der V\u00e4ter aus dem Krieg. Regisseur Lutz Pickardt legt bei der Inszenierung weniger Wert auf die Psychologie der Figuren als auf die Symbolik eindringlicher Bilder&#8230;&#8221; [Marler Zeitung, 27. November 2006 ] zur\u00fcck zum Seitenanfang<\/p>\n<p>&#8216;Bl\u00fcten im Moor des Vergessens&#8217;. Theater Dionysos, 2008<\/p>\n<p>\u201eAlle meine Entchen, schwimmen auf dem See, . . .\u201d Klingt niedlich aus Kindermund. Wenn aber eine alte Dame das Liedchen in einer Endlosschleife vor sich hin tr\u00e4llert, wirkt das nur f\u00fcr Sekunden komisch. Dann zutiefst anr\u00fchrend und tragisch. Soll es auch. Denn die singende alte Dame ist nicht tats\u00e4chlich dement noch lebt sie in einem Altersheim. Sie ist Mitglied im Marler Seniorentheater \u201eDionysos\u201d und das will mit seiner neuen Produktion zeigen, wie es sein k\u00f6nnte, richtig alt zu sein.<br \/>\nEin Schreckensszenario? Oder vielleicht doch eine entspannte Phase mit ganz viel Zeit f\u00fcr alle sch\u00f6nen Dinge des Lebens? Man wird sehen, im Leben und auf der B\u00fchne. &#8230; Hartmut Preukschat (70) spricht &#8230; allen aus der Seele, wenn er sagt: \u201eIn dem Moment, wo ich spiele, gibt es das Alter nicht mehr.\u201d &#8230;<br \/>\nDas St\u00fcck ist ein Prozess. Es erz\u00e4hlt die Geschichte von Jutta, die gerade ihren 65. Geburtstag gefeiert hat und jetzt ihren letzten Arbeitstag bei der Steuerbeh\u00f6rde begie\u00dft. Die Kinder sind gro\u00df, der Job erledigt, jetzt kann das Leben beginnen. Ausschlafen, verreisen, Freunde treffen, das Leben genie\u00dfen. Doch die Zweifel folgen der Freude auf dem Fu\u00df. Es ist eine Zeit der Ver\u00e4nderung. Darum benannte sich die Truppe auch nach Dionysos, dem Gott des Weines, der Fruchtbarkeit, des Wandels. \u201eWissen Sie, wo ich wohne?\u201d br\u00fcllt eine Frau ins Parkett. Klingt nur im ersten Moment witzig. Auf dieses St\u00fcck darf man gespannt sein. &#8221;<br \/>\n[WAZ, 12. Januar 2008]<\/p>\n<p>&#8220;Tante Rosa ist gut &#8216;drauf. 70 Jahre und kein bisschen leise rockt sie im pinken Glitzerfummel ausgelassen zu hei\u00dfen Abba-Hits ab. \u201eDu bist ja immer noch unternehmungslustig&#8221;, wundert sich ein j\u00fcngerer Partygast. Tante Rosa staunt: \u201eImmer noch? Bin ich zu alt daf\u00fcr?&#8221; Und bringt das Spiel auf den Punkt: Was ist alt?<br \/>\nDie Laiendarsteller des ambitionierten Marter Seniorentheaters Dionysos feierten am Samstag im Makler Theater umjubelte Premiere mit ihrer neuen Produktion. Nach der theatralischen Studie ..Wege aus dem Labyrinth&#8221;, die die Vergangenheit alter Menschen ausleuchtete, stellen die neun Akteure im Alter zwischen 60 und 78 Jahren jetzt die Frage nach dem Status aller Menschen in der heutigen Gesellschaft.<\/p>\n<p>Ein einsamer Rollstuhl dominiert die B\u00fchne. Viel mehr Requisiten sollen w\u00e4hrend der zweist\u00fcndigen Szenenrevue nicht hinzu kommen. Ein paar Tische noch, ein paar St\u00fchle, der Rest ist Imagination. Die f\u00e4llt dank der beachtlichen Pr\u00e4senz der Laienspieler nicht schwer.<br \/>\nPickardt inszeniert kleine Erz\u00e4hl-Szenen, die den roten Faden bilden. Dazwischen gefriert das Spiel immer wieder zu einem Standbild ein. Einzelne Schauspieler treten aus dem St\u00fcck heraus und rezitieren an der Rampe. In anderen, ber\u00fchrenden Momenten verwandeln sie sich in einen Sprech-Chor oder in ein rhythmisch durch-choreographiertes Bewegungs-Ensemble. Jutta (Gloria Sommer), gerade 65 geworden, wird im B\u00fcro mit gro\u00dfem Trara in den Ruhestand verabschiedet. Dabei hetzen die Kolleginnen l\u00e4ngst hinter ihrem R\u00fccken: \u201eDie sa\u00df doch hier schon seit Wochen in Rente.&#8221; So sch\u00e4big kann Altwerden sein. Oder so traurig.<\/p>\n<p>Tante Rosas Schwester rockt nicht mehr, sondern hockt nach einem Schlaganfall griesgr\u00e4mig n\u00f6rgelnd im Altenheim\u2026 oder so unakzeptiert. An alle Speckfalten soll er &#8216;ran, der Sch\u00f6nheitschirug. Oder so l\u00e4cherlich. Eine 60-J\u00e4hrige tr\u00e4gt das Kind ihrer Tochter aus. So krank auch. Eine Gruppe dementer Menschen bev\u00f6lkert die B\u00fchne (\u201eIch habe einen Schl\u00fcssel. aber mein Haus verloren. Wissen Sie, wo ich wohne?&#8221;) Aber auch so lebensfroh. positiv. aktiv und kreativ. Herrlich, wenn Tante Rosa alias Brigitta Schr\u00f6der sich im Tanze dreht, wenn Hartmut Preukschat, Urmina Kortemme. Anneliese Klaas, Gudrun Ruppel, Hildegard Schero und Peter M\u00fc\u00acmann demonstrieren, was im Alter alles noch Spa\u00df machen kann. Die Facetten, die die agile Gruppe auf die B\u00fchne bringt, faszinieren in ihrer gro\u00dfen Bandbreite. Die Darsteller legen den Finger in die Wunden unserer Gesellschaft. Au\u00dferdem gilt es hier so manches schauspielerische Talent zu entdecken. Absolut sehenswert!&#8221; [WAZ, 14. Januar 2008] zur\u00fcck zum Seitenanfang<\/p>\n<p>&#8216;Die Verwandlung &#8211; Terror im Kopf&#8217;. JugendMusikTheater, 2009<\/p>\n<p>Was bewegt einen Selbstmordattent\u00e4ter nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen zu t\u00f6ten? Handelt es sich dabei nur um religi\u00f6se Fanatiker, die in einer realit\u00e4tsfremden Welt leben oder haben sie ein normales Familienleben? Die meisten Menschen stellen sich solche Fragen erst gar nicht. Zw\u00f6lf Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des neunten und zehnten Jahrgangs Gesamtschule der Bockm\u00fchle jedoch haben versucht, die Menschen hinter den Attent\u00e4tern zu entdecken. Dabei ist ein ergreifendes Theaterst\u00fcck \u201eTerror im Kopf\u201d entstanden [&#8230;]<\/p>\n<p>\u201eMan sagte mir, dass meine Cousine starb, man zeigt mir Fotos von ihrem Grab. Und wer war&#8217;s wohl? Wieder diese Amerikaner, lieber Gott, sag&#8217; mir, warum bin ich ein Afghaner?\u201d \u2013 so rappt Ahmed-Darsteller Sinan Uckan und markiert damit den Wendepunkt der Handlung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Ahmed ein normales Leben gef\u00fchrt. Er ist zwar Moslem. Doch st\u00f6rt er sich nicht an Religionsfragen und ist offen anderen Kulturen gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>So besteht seine Clique aus Menschen unterschiedlichen Glaubens und seine Freundin Laura ist Deutsche. Der Mord an seiner Cousine l\u00f6st eine Spirale von Ereignissen aus, die den jungen Moslem immer weiter in den Abgrund f\u00fchren soll. [&#8230;]<br \/>\n\u201eWas die Jugendlichen hier zeigen, ist Alltag\u201d, sagt Lutz Pickardt. Man m\u00fcsse damit arbeiten und k\u00f6nne nicht davor wegrennen. Angelika Lemcke-Lokotsch teilt diese Auffassung: \u201eDas St\u00fcck trifft mitten ins Herz, denn es geh\u00f6rt zum Alltag der Lehrer, mit diesen Problemen umzugehen\u201d, betont die Gesamtschullehrerin. Sie schaut die Auff\u00fchrung mit ihren Zehntkl\u00e4sslern und ist der Meinung, dass noch viel mehr Menschen das St\u00fcck sehen m\u00fcssten. \u201eWir k\u00f6nnen nicht alle Probleme l\u00f6sen\u201d, gibt sie zu Bedenken. \u201eAber dar\u00fcber reden, hilft weiter.\u201d<\/p>\n<p>Ahmed sitzt auf einer Bank auf dem nachgestellten Bahnsteig. Die Zuschauer h\u00f6ren laut und deutlich sein Herzklopfen. Neben Ahmed steht ein gro\u00dfer Koffer, den er immer wieder mustert. Auf einmal rennt Ilayda auf ihn zu und versucht, ihn von der Tat abzuhalten. \u201eIch bleibe hier\u201d, sagt sie. \u201eSpreng mich doch mit in die Luft! Dr\u00fcck den Knopf!\u201d \u2013 Licht aus. [ WAZ, 29.07.2009] zur\u00fcck zum Seitenanfang<\/p>\n<p>&#8216;Flucht&#8217; &#8211; eine Theater- und Tanzperformance mit Kama Frankl (Tanz), 2010<\/p>\n<p>&#8220;Flucht&#8221; lautete die \u00dcberschrift f\u00fcr eine ungew\u00f6hnliche Theater- und Tanzperformance, die heute in den R\u00e4umen des Kulturzentrums &#8220;kreuzer&#8221; der Evangelischen Kirchengemeinde Borbeck-Vogelheim stattfand: Neun Jugendliche aus sechs Nationen hatten das hochaktuelle Thema unter professioneller Anleitung in beeindruckende und nachdenklich stimmende Sequenzen und Bilder umgesetzt. Fluchtgeschichten damals und heute: [&#8230;] Gleich zu Beginn bellt ein Maschinengewehr, in rascher Folge sind Detonationen zu h\u00f6ren. Leiber st\u00fcrzen \u00fcbereinander, Menschen fliehen, werden doch getroffen. [&#8230;]<br \/>\nAli Rifai, Enes Tekin, Jacqueline Sieloff, Karolina Koletzko, Marcel Pietzka, Riven Wakilla, Rosa Koku, Ruken Durmus, Ting-Ting Wang: Sie spielen und tanzen Fluchtgeschichten. Sie nehmen die Zuschauer mit auf den Weg \u00fcber die Grenze, \u00fcber das Meer. Immer in der Angst, durch die K\u00fcstenwache entdeckt zu werden. Angekommen, m\u00fcssen sie sich so gut einrichten wie es geht. Dabei wird schnell deutlich: Ihre W\u00fcnsche und Hoffnungen unterscheiden sich kaum von denen der \u00fcbrigen Bev\u00f6lkerung. Es sind Sehns\u00fcchte nach einer guten Ausbildung, nach dem Traumberuf, nach Familie und nach Kindern. Was sie von den anderen unterscheidet, ist der Schmerz, den sie empfinden, wenn die Erinnerung sie \u00fcberf\u00e4llt: An das Haus in Bagdad, an Feste und Feiern daheim, an die Eltern, die zur\u00fcckgelassen oder vielleicht sogar get\u00f6tet wurden. Und sie machen die brutale Angst deutlich, unter der sie tagt\u00e4glich leiden: Angst davor, krank zu werden und nicht zum normalen Arzt gehen zu k\u00f6nnen. Angst vor Gewalt, vor Ablehnung, vor den Vorurteilen.<br \/>\nNur zaghaft entwickelt sich Solidarit\u00e4t, gibt es neue Freundschaften, ja Liebe\u2026 Unter diesen Bedingungen erscheint schon eine Reise nach Berlin wie ein Besuch im Paradies \u2013 einmal frei sein und f\u00fcr einige Stunden die Luft der gro\u00dfen Einkaufswelt genie\u00dfen, wie es doch alle so gerne wollen. Ob die Fluchtgeschichten des Zweiten Weltkriegs sich davon wirklich so gravierend unterscheiden? Leider vergessen die Menschen h\u00e4ufig allzu schnell\u2026 Das Ende ist schnell erz\u00e4hlt. W\u00e4hrend des Aufenthaltes in Berlin l\u00e4sst sich einer mit Drogen erwischen. Er rei\u00dft die ganze Familie mit, die abgeschoben wird. Nachts kommt die Polizei \u2013 und von allen Tr\u00e4umen bleiben zwanzig Kilogramm pro Person, die mitgenommen werden d\u00fcrfen, und eine neue Fluchtgeschichte beginnt. [Ekir, 26.01.2011] zur\u00fcck zum Seitenanfang<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Press Releases (ausgew\u00e4hlte Artikel) &#8216;Hexenwald und Zaubersocken&#8217; 1994 &#8216;Lust auf  [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_price":"","_stock":"","_tribe_ticket_header":"","_tribe_default_ticket_provider":"","_tribe_ticket_capacity":"","_ticket_start_date":"","_ticket_end_date":"","_tribe_ticket_show_description":"","_tribe_ticket_show_not_going":false,"_tribe_ticket_use_global_stock":"","_tribe_ticket_global_stock_level":"","_global_stock_mode":"","_global_stock_cap":"","_tribe_rsvp_for_event":"","_tribe_ticket_going_count":"","_tribe_ticket_not_going_count":"","_tribe_tickets_list":"[]","_tribe_ticket_has_attendee_info_fields":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-7782","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lutz-pickardt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7782","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lutz-pickardt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lutz-pickardt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lutz-pickardt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lutz-pickardt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7782"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/lutz-pickardt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7782\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9102,"href":"https:\/\/lutz-pickardt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7782\/revisions\/9102"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lutz-pickardt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7782"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lutz-pickardt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7782"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lutz-pickardt.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7782"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}