Anziehungskräfte des Rechtspopulismus und Rechtsextremismus verstehen und überwinden.
Aktuelle Termine: 18./19. April in der aisthetos Akademie Neuwied, (vorauss.) 27.-29.11. an der Bundesakademie Wolfenbüttel.
Die Angst vor dem Fremden ist so alt wie die Menschheit selbst. Was genau als „fremd“ definiert wird, unterliegt jedoch ständigen Veränderungen.
Zunächst denkt man natürlich an Migrant*innen, die seit vielen Jahren im Mittelpunkt politischer Diskussionen stehen, im Besonderen Geflüchtete. Konservative Politiker*innen, im Besonderen aber rechtsextreme sehen in Ihnen im Wesentlichen eine Gefahr, der wir uns erwehren müssen.
Das „Fremde“ kann aber auch alles andere sein, das Veränderungen mit sich bringt und uns beunruhigt, seien es die fortschreitende Digitaliserung, der Klimawandel, die Corona-Krise oder die Forderungen der LGBTQ Bewegung.
Rechte bis rechtsextreme Kräfte versprechen eine Welt, in der alles so bleiben kann, wie es ist, wenn man sie nur an die Macht ließe, und das ist für viele Menschen attraktiv: Weil sie von den Veränderungen unserer Gesellschaft überfordert sind, sich nach Stabilität und einfachen Antworten auf schwierige gesellschaftliche Fragen sehnen – was im Grunde genommen allzu menschlich ist.
Im lauten Rufen der Warner*innen und Angstmacher geht leider verloren, dass eine Begegnung mit dem Fremden auch ein großer Gewinn sein kann, und neue Erfahrungen ermöglicht, an denen wir wachsen können. Stillstand hingegen heißt unweigerlich Erstarrung.
Die Angst vor dem Fremden erscheint als eine logische Konsequenz unserer sich stetig wandelnden Lebenswelt. Sie ist jedoch nicht alternativlos.
Beschäftigen wir uns mit dem Fremden, stellt sich auch die Frage, was das „Eigene“ ist: Wer wir sind, was uns ausmacht, wo und mit wem wir uns zu Hause fühlen ?
Was verbinden wir mit „Heimat“? Ist es ein Ort, ein Gefühl, eine Musik oder sind es Menschen, die uns vertraut sind… ? Wenn wir wissen, was uns wichtig ist, wonach wir leben, woran wir glauben und was uns nahe ist, können wir besser verstehen, was Fremdes mit uns macht. Fremdes kann irritieren, verängstigen, aber auch Neugier und Interesse wecken.
Es geht um uns selbst und unsere ehrliche Reflexion über unsere Ansichten, Gefühle, Erfahrungen und Haltungen. Und die Bereitschaft uns weiterzuentwickeln.
Mit Methoden aus Tanz, Bewegungs -, Bildertheater und szenischen Improvisationen setzen wir diese Fragen aufs Spiel. Und schaffen so einen Ort der Begegnung mit dem Eigenen und dem Fremden und zugleich einen Ausgangspunkt für die soziale und kulturelle Arbeit mit Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen.
Ort: aisthetos Akademie, Neuwied
TN-Gebühr: 195,- Euro
Anmeldung/weitere Infos: info@aisthetos-akademie oder 02631 / 8155331
Ein weiteres Seminar ist geplant an der Bundesakademie Wolfenbüttel, Termin ist vorauss. der 27.-29. November (noch nicht bestätigt).

