Theater Dionysos zeigt: Ist da jemand?
… über Einsamkeit und Verbundenheit
Über Einsamkeit spricht man nicht, jedenfalls nicht so gern. Und dennoch kennen sicher alle dieses Gefühl, nicht dazu zu gehören, keinen zu haben der an einen denkt, keinen mit dem man sich unterhalten kann oder der einen in den Arm nimmt, wenn einem danach ist. Für manche Menschen ist das nur eine Phase, die schnell vorübergeht, für andere ein Zustand der über viele Jahre anhalten kann. Tief empfundene Einsamkeit ist ein schlimmes Gefühl, das nur schwer erträglich ist.
Treffen tut es alle Generationen: Ältere Menschen durch den Wegfall ihrer Arbeit, den Tod eines Partners oder den Verlust von Jugend und Mobilität. Jugendliche, die zwar gut vernetzt sind auf Whatsapp, Inst oder TicToc, aber womöglich mit niemandem, der ihre Seele berührt und sie versteht.
Einsam sein kann man in jedem Alter und in jeder Lebensphase.
Ganz anders als die oben beschriebene ist die selbst gewählte Einsamkeit, die man bewusst sucht um zur Ruhe zu kommen, zu lesen oder zu malen, die Natur zu genießen und ganz für sich zu sein: Zuweilen ein geradezu beglückendes Gefühl.
Einsamkeit ist kein objektiver Zustand, sie ist ein Gefühl und hat viele Facetten: man sich auch einsam unter Freunden fühlen oder im Gegenteil ganz allein und mit allem verbunden.
„Verbundenheit“ ist dagegen eher ein Zustand als ein Gefühl, doch wie kann man sie beschreiben, und kann man sie erschaffen? Wie geht das, welche Hindernisse muss man dafür überwinden? Und welche Rolle spielen dabei Glaube, Werte, Religion oder einfach die Bereitschaft, sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun?
Schauspiel: Janina Welp. Martine Anuta, Jutta Brückner, Max Kolze, Hans-Gerd Henke, Bärbel Lauf
Künstlerische Leitung: Lutz Pickardt – Assitenz: Angela Springenberg
Organisation: Theater Marl
17. Juli 2026 um 19:30 Uhr im Theater Marl PREMIERE
am Theater 1, Marl